Behinderung ist in der Gesellschaft nach wie vor ein Tabu. Eigentlich betrifft es jeden Einzelnen. Jeder sollte sich darüber Gedanken machen, was Behinderung bedeutet – und nicht nur die, die direkt davon betroffen sind. Über sich selbst zu reflektieren, macht einem das eigentliche Tabu bewusst: Schwächen zu zeigen und zu offenbaren. Dies zu verändern, fängt bei jedem selbst an.
Vor allem entdecke ich durch meine Offenheit und Begeisterung Tag für Tag die Einzigartigkeit des Menschen: Ich arbeite als klassischer Masseur und Fussreflex-Therapeut, was mich mit grosser Freude erfüllt.
Mir ist bewusst, dass mir manch einer nicht zutraut, was ich kann. Denn meine Einschränkung kann man hören, wenn ich spreche. Man kann sie sehen, wenn ich laufe. Meine Behinderung behindert mich selbst mehr, wenn ich in der Zukunft lebe, über meine Arbeit und meine Ausbildung nachdenke. Deshalb bemühe ich mich, in der Gegenwart zu leben – so verringert sich mein Gefühl vom Behindertsein und vom Behindertwerden.
Auch wenn viele nur auf die Defizite schauen und mich unterschätzen: Ich arbeite seit über 15 Jahren selbstständig in meinem Beruf als Masseur und besuche fortlaufend Aus- und Weiterbildungen. Ungerechtigkeit und Rücksichtslosigkeit mir gegenüber, aber auch gegenüber anderen, die in der Gesellschaft als schwächer angeschaut werden, ärgern mich ungemein.
«Jeder Mensch hat Stärken. Sie müssen von Fall zu Fall so eingesetzt werden, dass alle Beteiligten davon profitieren können.»
- Vorurteile sind für Samael die höchsten Treppenstufen vor dem Arbeitsplatz!
Mehr zu meiner Arbeit:
www.massage-basel.ch